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Letzte Tipps für Silvester

Entspannt ins neue Jahr mit deinem Hund

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Silvester steht vor der Tür – für viele Menschen ein fröhlicher Jahresabschluss, für unsere Hunde jedoch oft eine echte Herausforderung. Lärm, Lichtblitze und die allgemeine Unruhe können Stress, Angst oder sogar Panik auslösen. Damit dein Hund möglichst gut durch die Silvesternacht kommt, habe ich hier einige letzte, praktische Tipps für dich zusammengestellt.

1. Sicherheit geht vor

Bitte überprüfe noch einmal, ob dein Hund immer mit Geschirr und Leine gesichert ist, sobald ihr das Haus verlasst. Auch Hunde, die sonst entspannt sind, können sich bei einem plötzlichen Knall erschrecken und weglaufen. Ein gut sitzendes Sicherheitsgeschirr kann hier lebenswichtig sein. Zusätzlich kann ein GPS-Tracker* am Geschirr oder Halsband eine wichtige Absicherung sein. Er ersetzt keine Leine, kann aber im Ernstfall entscheidend helfen, deinen Hund schnell wiederzufinden.

2. Spaziergänge clever planen

Plane die letzten Gassirunden möglichst früh am Tag, solange es noch ruhig ist. Am Abend reicht oft eine kurze, funktionale Runde. Viele Hunde sind erleichtert, wenn sie danach einfach drinnen bleiben dürfen – ohne Druck, „noch mal raus zu müssen“.

3. Rückzugsort schaffen

Richte deinem Hund einen geschützten Rückzugsort ein: eine Decke, eine Box oder einen ruhigen Raum, in dem Rollläden heruntergelassen und Geräusche gedämpft werden können. Manche Hunde entspannen besser, wenn leise Musik oder ein gleichmäßiges Hintergrundgeräusch läuft.

4. Emotionale Unterstützung statt Ablenkung

Du darfst deinen Hund trösten, begleiten und ansprechbar sein. Nähe, ruhige Worte oder gemeinsames Liegen sind kein „Bestärken von Angst“, sondern helfen vielen Hunden, sich sicherer zu fühlen. Wichtig ist, selbst ruhig zu bleiben und nichts zu erzwingen.

5. Beschäftigung mit Maß

Leichte Beschäftigungen wie Schnüffelspiele, Kauen oder Schlecken können helfen, Stress abzubauen. Achte darauf, dass dein Hund nicht überdreht wird – Silvester ist kein Tag für Action, sondern für Regulation.

6. Medikamente und Hilfsmittel

Falls dein Hund bereits angstlösende Medikamente oder Ergänzungen bekommt (nach Rücksprache mit deiner Tierärztin), halte alles griffbereit. Bitte teste an Silvester nichts Neues mehr – Experimente gehören nicht in diese Nacht.

7. Danach ist auch wichtig

Auch die Tage nach Silvester können noch herausfordernd sein. Gib deinem Hund Zeit, reduziere Reize und plane bewusst ruhige Spaziergänge.

8. Flughäfen oder Flughafenhotels als Zuflucht

Für besonders empfindliche Hunde können ruhige Flughäfen oder Flughafenhotels, zumindest für den schlimmsten Tag, eine echte Alternative sein. Dort ist die Umgebung kontrollierter, die Gebäude sind besonders gegen Lärm gedämmt, und es darf kein Feuerwerk geböllert werden, sodass dein Hund die Nacht stressfrei verbringen kann. Wichtig: Erkundige dich vorher unbedingt, ob der jeweilige Flughafen oder das Hotel diese Option tatsächlich anbietet, da es kein standardmäßiges Angebot ist.

Wichtiger Hinweis für Hunde mit Epilepsie

Für Hunde mit Epilepsie kann Silvester eine besonders kritische Zeit sein. Stress, Schlafmangel und starke Reize wie Lärm und Lichtblitze können Anfälle begünstigen oder auslösen. Achte deshalb darauf, den Tag möglichst reizarm zu gestalten, feste Ruhezeiten einzuhalten und Medikamente exakt nach Plan zu verabreichen. Halte ein Notfallmanagement bereit, falls es zu einem Anfall kommt, und sprich im Vorfeld mit deiner Tierärztin darüber, ob zusätzliche unterstützende Maßnahmen sinnvoll sind.
Zusätzlich ist es sehr wichtig, sich vor Silvester über den tierärztlichen Notdienst in deiner Region zu informieren: Welche Tierkliniken haben geöffnet? Welcher Notdienst der Tierärzt:innen ist zuständig? Notiere dir Telefonnummern und Anfahrtswege, damit du im Ernstfall nicht erst unter Stress suchen musst. Gerade epileptische Hunde profitieren an Silvester besonders von Rückzug, Sicherheit und emotionaler Begleitung.

Fazit: Silvester ist nur die Spitze des Eisbergs

So hilfreich kurzfristige Maßnahmen an Silvester auch sind: Echte und nachhaltige Hilfe entsteht durch langfristige Vorbereitung. Das gilt besonders für sensible Hunde und für Hunde mit Epilepsie, bei denen Stress und Reizüberflutung ernsthafte gesundheitliche Folgen haben können.

Eine kleinschrittige Desensibilisierung, das gezielte Erlernen von Entspannung und eine gute Selbstregulation geben Hunden Sicherheit – nicht nur an Silvester, sondern im gesamten Alltag. Wer sich frühzeitig mit Ruhe, Rückzugsmöglichkeiten und klaren Strukturen beschäftigt und Anfang 2026 bewusst mit einem strukturierten Training startet, schafft eine stabile Basis für kommende Belastungssituationen.

Genau hier setzt mein Online-Kurs im Februar „Entspannungstechniken für Schul- und Familienhunde“ an. Er unterstützt dich dabei, deinen Hund nachhaltig zu begleiten, Stress besser zu erkennen und gezielt gegenzusteuern – für mehr Sicherheit, Gelassenheit und Wohlbefinden im gemeinsamen Alltag.


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